Thorsten Schick, MdL, berichtet über die Schul-und Bildungspolitik

schick19.01.2010

Bei der Mitgliederversammlung des CDU-Ortsverbandes Dahle hat am Dienstagabend der Unions-Landtagsabgeordnete Thorsten Schick der Schul- und Bildungspolitik der Landesregierung ein gutes Zeugnis ausgestellt. Es gebe zwar noch Punkte, „wo man noch mal ran muss", aber die Situation in NRW habe sich seit 2005 sichtlich verbessert. Schick nannte den deutlich verminderten Unterrichtsausfall und Lehrerstellen, von denen es jetzt 8000 mehr gebe als vor fünf Jahren.

Lehrer die Vorteile des ländlichen Raums aufzeigen

Das könne man auch vor Ort sehen: Von den vier Altenaer Grundschulen gebe es nur eine, die mit 0,14 Lehrerstellen minimal unterbesetzt sei, die anderen seien bei der Stellenversorgung aber im Plus. Ähnlich sehe es bei den weiterführenden Schulen aus, so der Abgeordnete.

Andererseits könne man nicht übersehen, dass neu beginnende Lehrer gerne in größere Städte streben. Hier komme es darauf an, auf die handfesten Vorteile aufmerksam zu machen, die der ländliche Raum bieten kann. „Das Klima an den Schulen ist oft besser und die Substanz der Schulen ist es meistens auch." Ein weiterer Punkt, so Wolfgang Simon: „Verkehrstaus, wie sie rund um die Metropolen üblich sind, kennt man im Märkischen Kreis nicht."

"Das Letzte, was wir brauchen, sind Experimente an den Schulformen"

In den letzten Jahren habe man den Fokus zunächst auf die Grundschulen gelegt, ohne jedoch die weiterführenden Schulen zu vergessen, sagte Schick. Eine Absage erteilte der Abgeordnete dem Schulbustourismus, insbesondere für Grundschüler. Die Regel „kurze Beine, kurze Wege" müsse weiterhin Bestand haben. In diesem Zusammenhang brach Schick eine Lanze für die Schulverbünde. Eine solche Konstruktion, wie sie in Altena für Dahle und Evingsen ins Haus steht, sei „besser, als später eine Schule zu schließen."

Schick ging in seiner 45-minütigen Rede auch auf die Diskussion um das dreigliedrige Schulsystem ein. Mit Blick auf die verschiedensten Änderungsvorschläge meinte er abschließend: „Das Letzte, was wir brauchen, sind Experimente an den Schulformen."

Dahler Union steht im Wahlkampf geschlossen hinter Thorsten Schick

In der anschließenden Mitgliederversammlung versprachen die Dahler, vor der Landtagswahl im Mai kräftig für den Wiedereinzug von Thorsten Schick ins Düsseldorfer Parlament zu trommeln. Bei den Vorstandswahlen wurde Gerhard Schmiedel als Vorsitzender bestätigt, ebenso wie Geschäftsführer Karl Heinz Kühn und Beisitzer Ulrich Henke. Neue Funktionen gibt es für Helmar Roder, der jetzt stellvertretender Vorsitzender ist und Tobias Korte, der Beisitzer wurde. Er übernimmt das Amt von Christian von der Crone, der seit 2002 im Vorstand mitgearbeitet hatte und dem Gerhard Schmiedel für seine Mitarbeit mit einem kleinen Präsent dankte.

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