Münsteraner-OBM Lewe empfing heimische CDU-Mitglieder bei LWL-Besuch

16.06.2011
Altena/Nachrodt-Wiblingwerde. Großen Anklang fand die Tagesfahrt der CDU-Altena und Nachrodt-Wiblingwerde nach Münster. Die Informationsfahrt bekam durch den Empfang von Oberbürgermeister Markus Lewe im Friedenssaal des historischen Rathauses in der „westfälischen Hauptstadt" eine besondere Note. Die guten Kontakte von Uwe Scholz als heimischen Abgeordneten in der Landschaftsversammlung im fernen Münster hatten es möglich gemacht, dass der Oberbürgermeister persönlich der Besuchergruppe aus dem Märkischen Kreis seine Stadtals „Friedensstadt" mit einem weltoffenen Flair und einer hohen Wohn- und Lebensqualität vorstellte.
Münster, die uneinnehmbare Universitätsstadt
Als drittgrößte Universitätsstadt in Deutschland mit 9 Hochschulen und über 50 000 Studierenden bei rund 280 000 Einwohnern ist Münster zudem eine sehr „junge Stadt". Oberbürgermeister Markus Lewe wies kenntnisreich auf die rund fünfjährigen Verhandlungen zur Beendigung des 30jährigen Krieges in Münster und Osnabrück im Jahre 1648 hin. Als stark befestigte Stadt sei Münster mit damaligen Mitteln praktisch uneinnehmbar und damit ein relativ sicherer Verhandlungsort gewesen, in dem europäische Geschichte geschrieben worden sei.
Interessantes über Beziehungen zwischen LWL und MK
Zuvor hatten die CDU-Mitglieder das Landeshaus in Münster, Sitz des Westfalenparlamentes und der LWL-Hauptverwaltung besucht. Uwe Scholz, Sprecher seiner Fraktion für den Umwelt- und Baubereich, hatte schon während der Busfahrt einige interessante Daten und Fakten des Landschaftsverbandes (LWL) vorgestellt.
Im Plenarsaal des Landeshauses führte dann Friedrich Klanke als CDU-Geschäftsführer der mit 41 Mitgliedern größten Fraktion des LWL mit einer filmischen Darstellung durch die Aufgaben des Kommunalverbandes. Zudem ging er auf Fragen der Sozialhilfe für behinderte Menschen und auf die Finanzbeziehungen des LWL zum Märkischen Kreis näher ein.
1,6 Mrd. € für behinderte Menschen werden zu 100% kommunal finanziert
Er hob hervor, dass der LWL als gesetzlich verpflichteter Sozialhilfeträger für die behinderten Menschen aktuell rund 1,6 Milliarden Euro jährlich aufwenden müsse. Über die Landschaftsumlage und die Kreisumlagen werde die Eingliederungshilfe zu 100 Prozent kommunal finanziert. Dies überfordere bei hohen jährlichen Steigerungsraten die kommunale Finanzkraft. Deshalb sei eine grundlegende Reform der Kommunalfinanzen dringend erforderlich.
Bei sonnigem Wetter machte die CDU Gruppe noch einen Rundgang durch das historische Stadtzentrum von Münster. Der Dom und die Lambertikirche mit den bekannten Käfigen der „Wiedertäufer" wurden vorgestellt, ebenso fand eine Innenbesichtigung des Erbdrostenhofes mit seinem Spiegelsaal statt.
Foto: Presseamt Stadt Münster







