Frauen Union auf Reise nach Berlin

20.08.2010

Zu einer Reise in die Bundeshauptstadt Berlin hatte der CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Mattias Heider die Frauen-Union der CDU Märkischer Kreis eingeladen. 19 Frauen rund um Kreisvorsitzende Bernadette Böger folgten dieser Einladung nach Berlin. Mit von der Partie war zudem die CDU Attendorn.

Fachkundige Informationen durch Mitarbeiter des Bundespresseamtes

Ein perfekt organisiertes und strammes Programm stand für die Märker während des viertägigen Aufenthaltes an, und das wurde begeistert gemeistert. Vor dem politischen Hintergrund stand die zweigeteilte Stadtrundfahrt. Mit dem Bus ging es durch Berlin, und eine Vielzahl wertvoller Informationen gab es von Karsten Adam vom Bundespresseamt, der den Gästen aus dem Kreis vier Tage lang zur Seite stand.

Vortrag im Bundesministerium für Verteidigung

Ein hochinteressantes Informationsgespräch wurde am zweiten Tag mit Corvettenkapitän Hey im Bundesministerium für Verteidigung geführt. Dass die Gruppe aus dem MK sich als guter Gesprächspartner für den versierten Referenten des Ministeriums erwies, zeigte sich unter anderem daran, dass aus Zeitgründen auf die geplante Pause verzichtet wurde. Im Mittelpunkt des Vortrags und der anschließenden Diskussion standen nicht nur die Pläne der Bundesregierung, die Wehrpflicht abzuschaffen und die Kräfte des deutschen Militärs von zurzeit rund 250000 auf rund 175000 zu reduzieren, wobei nicht nur in der breiten Masse, sondern auch in den oberen Kommandoschichten eingespart werden soll. Rund 7000 Soldaten befinden sich zurzeit im Auslandseinsatz, eine Zahl, die noch nie so hoch war. Minister zu Guttenberg hatte leider keine Zeit für die Frauen-Union, aber das hatten die Gäste aus dem MK eigentlich auch nicht erwartet.

Dr. Matthias Heider empfang die Gäste im Bundestag

Nach dem Mittagessen stand die Besichtigung des Plenarsaals im Deutschen Bundestag an. Auch hier gab es Infos aus erster Hand, unter anderem wurde darauf aufmerksam gemacht, dass Besuchergruppen bei den Sitzungen willkommen sind, aber es einer bestimmten Vorlaufzeit bedarf. Monate voraus sind die Termine vergeben, zu denen Gäste bei den wichtigen Debatten dabei sein dürfen. Auf alle Fragen, wie z.B. „Wer sitzt wo? Was ist ein Hammelsprung?" gab es eine Antwort. CDU-Bundestagsabgeordneter Dr. Matthias Heider empfing seine Gäste persönlich im Bundestag und berichtete über seine Arbeit in Berlin. Heider war trotz der parlamentarischen Sitzungspause nach Berlin gekommen, um den Besuchern aus der Heimatregion Rede und Antwort zu stehen. Zum Beispiel äußerte er sich auf Grund mehrerer Nachfragen auf die deutlich verbesserte wirtschaftliche Lage in Deutschland. Ebenso berichtete er über die Anforderungen an den Sparhaushalt des Jahres 2010 sowie der folgenden Jahre, wobei insbesondere die Themen Soziales sowie innere und äußere Sicherheit im Mittelpunkt standen. Beim Fototermin auf der Außenterrasse freute sich der Bundestagsabgeordnete sehr über so viele wissbegierige Damen an seiner Seite. Die Besichtigung der Ständigen Ausstellung im Deutschen Historischen Museum bildete den Abschluss eines informativen Tages.

Aus dem Leben einer Botschafterin

Ein weiterer Höhepunkt stellte der Besuch des Auswärtigen Amtes dar. Nach einem Einführungsfilm diskutierte die Gruppe mit einer sehr erfahrenen, sechs Sprachen beherrschenden Mitarbeiterin des Auswärtigen Amtes, Frau Ducoffre. Die gebürtige Italienerin mit deutschem Pass bestach nicht nur durch ihr breit gefächertes Wissen, sondern auch durch ihren Erfahrungsschatz, den sie im Laufe der drei Jahrzehnte in den verschiedensten Ländern dieser Erde als Mitarbeiterin der Deutschen Botschaft gesammelt hat. Sie ließ die Märker quasi an ihrem Leben teilhaben, schätzte die politischen Lage in mehreren Ländern ein. Für die Mitglieder der Frauen-Union waren der Besuch des Auswärtigen Amtes und das Gespräch mit der kompetenten Referentin sehr beeindruckend.

Ein Hauch negativer DDR-Seiten in Hohenschönhausen

Am letzten Tag der spannenden Reise nach Berlin stand der Besuch des ehemaligen Stasi-Gefängnisses in Hohenschönhausen an. Die Führung durch die Gedenkstätte übernahm ein Zeitzeuge: ein ehemaliger Inhaftierter, der selbst 14 Monate unter den lebensunwürdigen Zuständen in der Untersuchungshaftanstalt verbracht hat. Bis zu 40000 Menschen waren dort zwischen 1945 und 1990 inhaftiert, dagegen standen 91000 Stasi-Mitarbeiter sowie 160.000 ehrenamtliche „Spitzel" dem Regime zur Umsetzung seiner Ziele zur Verfügung. Wie kein anderer Ort in Berlin erinnert die Gedenkstätte Hohenschönhausen an die Ausmaße von Terror und Unterdrückung in der DDR.

"Großes Lob an die Gastgeber"

Begleitet von vielfältigen Eindrücken dieser geschichtsträchtigen Stadt waren die Damen sich abschließend einig: „Ein großes Lob gilt den Organisatoren des Bundespresseamtes sowie ein herzliches Dankeschön an Herrn Dr. Heider und sein Team für die vorzügliche Betreuung. Berlin ist eben immer eine Reise wert!"

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