Altenaer Krankenhaus - Nicht schließen!

nicht_schlieen17.06.2010

Gemeinsame Erklärung aller im Rat vertretenen Fraktionen und des Bürgermeisters, Dr. Andreas Holstein (CDU) zu den Entwicklungen rund um das Krankenhaus ST. Vinzenz in Altena.

Die dem Bürgermeister in der letzten Woche vorgestellte Planung, das Krankenhaus Altena in eine Einrichtung für Senioren umzuwandeln, die aus 80 Pflegeplätzen und im ersten Schritt weiteren 40 geriatrischen Reha-Plätzen bestehen soll (bei weiterem Bedarf weitere 40 Reha - Plätze), wird einmütig und nachdrücklich abgelehnt.

Die Pläne des Bistums und der Kath. Kirchengemeinde stimmen nicht mit dem geltenden Planungsrecht überein. Die Fraktionen sehen keinen Bedarf zu Änderungen, die dieses Modell ermöglichen.

Wir erwarten von der Kath. Kirchengemeinde und dem Bistum in Essen, dass auf dem Boden der Zusage der Kath. Kirche in den 70 er Jahren weiterhin eine Aufrechterhaltung der medizinischen stationären Grundversorgung sichergestellt wird. Wir erklären unsere Solidarität für die Menschen, deren qualifizierte Arbeitsplätze in unserem Krankenhaus bedroht sind und von der kath. Kirchengemeinde und dem Bistum die unverzügliche Erarbeitung einer neuen und qualitativ besseren Konzeption mit dem Ziel, mit der medizinschen Versorgung zugleich auch die Arbeitsplätze und damit auch die Existenzen von Familien in unserer Region zu sichern. Wir erwarten, dass die Kath. Kirche und das Bistum so schnell wie möglich nachvollziehbare rechnerische Konzeptionen vorlegt, auf deren Grundlage überhaupt erst eine weitere sachgerechte und transparente Diskussion geführt werden kann.

Die Kath. Kirchengemeinde und das Bistum werden aufgefordert, jenseits von persönlichen Animositäten die unvoreingenommene Zusammenarbeit mit den in der heimischen Region vorhandenen Krankenhausträgern zu suchen.

Wir bitten die Bevölkerung, in den kommenden Wochen unserem Krankenhaus und den ärztlichen Leistungserbringern sowie den guten Mitarbeitern weiterhin ihr Vertrauen zu schenken. Nur durch ein solidarisches ZUsammenstehen wird es möglich sein, angesichts der schwierigen Gesamtlage erfolgreich für unser Krankenhaus zu streiten. Hier zählt mehr denn je:

mitmachen, engagieren und auch öffentlicher Protest!

Helfen Sie mit, die Schließung des Altenaer Krankenhaus durch die katolische Kirche zu verhindern!



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