Alexander Stein und Nils Radix sind die jüngsten CDU-Mitglieder am Ort
21.11.2011
Was bewegt junge Männer, kurz nach ihrem 18. Lebensjahr in eine politische Partei einzutreten. Neugier? Kontaktsuche? Politisches Interesse? Das Vorbild aus dem eigenen Elternhaus?
Nils Radix (21) und Alexander Stein (22) haben da so ihre ganz eigene, aber übereinstimmende Antwort: „Wir wollen mitgestalten. Das geht nur über persönliches Engagement in einer Partei."
"Wollen mitgestalten. Das geht nur über persönliches Engagement"
Die Burgstädter gehören zu den jüngsten Unions-Mitgliedern am Ort, was das Lebensalter angeht. Beide sind auch aktive Mitglieder der Jungen Union Altena, der Jugendorganisation der CDU, die aber keine Hauptparteimitgliedschaft voraussetzt. Weitere Neueintritte in die Partei - das sagte erst kürzlich CDU Stadtverbands-Vorsitzende Christel Voßbeck-Kayser auf der Mitgliederversammlung der Partei, „hat es sehr wohl auch im laufenden Jahr gegeben". Aber diese Frauen und Männer möchten das nicht unbedingt öffentlich machen.
CDU-Mitglieder dürfen durchaus anderer Meinung sein, als die Mutterpartei
Radix und Stein stehen dagegen offen zu ihrer politischen Überzeugung. Auch wenn sie aktuell mit dem einen oder anderen Beschluss der so genannten Mutterpartei „gar nicht so sehr einverstanden sind". Beispiele gefällig? Nico Radix, amtierender JU-Chef am Ort und damit Vorsitzender von 55 eingetragenen jungen Menschen im Alter von 16 bis 35 Jahren: „Die plötzliche Abschaffung der Wehrpflicht, das völlige Umschwenken bei der Atomkraft nach Fukushima sind Entscheidungen, wo ich finde, das wurde nicht richtig kommuniziert. Weder innerparteilich, noch mit dem Bürger." Radix ist kein leidenschaftlicher Befürworter der Wehrpflicht, da will er nicht missverstanden werden. Der Bürger habe in Zeiten großer Politikverdrossenheit aber einen Anspruch auf gute und fundierte Informationen. Die seien, so meint er jedenfalls, bei diesen Themen eher auf der Strecke geblieben.
"Wir fühlen uns ernst genommen"
Der 21-Jährige hat nach einer Berufsausbildung ein Studium aufgenommen, Kollege Alex Stein büffelt gerade noch über dem Abitur, auch er hat bereits eine Berufsausbildung erfolgreich absolviert. Einige JU-Mitglieder arbeiten sowohl im CDU-Stadtverband als auch als Sachkundige Bürger im Rat mit. „Wir fühlen uns in der Partei ernst genommen, äußern unsere Meinung klipp und klar. Wir wollen helfen, Altena weiter nach vorne zu bringen."
JU-Mitgliedschaft für nur 50 Cent im Monat
Noch ein Wort zur finanziellen Seite der Parteimitgliedschaft: JUler zahlen im Monat 50 Cent Beitrag, für die Mutterpartei CDU sind für beide je sechs Euro pro Monat fällig. Einen Arbeitsschwerpunkt sich als aufstrebende Mitglieder einzubringen, hat ihnen Stadtverbandschefin Christel Voßbeck-Kaiser schon zugestanden: „Wir sind beim Projekt ,Jugend trifft Politik - Politik trifft Jugend' voll eingebunden."







